ZUSAMMENFASSUNG

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA) haben sich als nosokomiale Erreger, insbesondere in Brandwunden, zunehmend durchgesetzt. MRSA machte 38% aller S. aureus-Isolate in unserer 25-Bett-Verbrennungseinheit aus, trotz der Verwendung einer Kombination von 1% Silbersulfadiazin und 0,2% Chlorhexidin als topische Therapie. Mupirocin, ein neues Antibiotikum, hat sich in vitro und in vivo als hochwirksam bei der Behandlung von MRSA-Infektionen erwiesen. Eine prospektive klinische Studie mit Mupirocin-Salbe bei MRSA-Brandwundeninfektionen wurde durchgeführt. Fünfundvierzig Kinder mit 59 diskreten Brandwunden, aus denen MRSA isoliert wurde, wurden mit 2% iger Mupirocinsalbe unter Okklusivverbänden behandelt, die zweimal täglich für 5 Tage aufgetragen wurden. Die durchschnittliche behandelte verbrannte Fläche betrug 8% (Bereich 2 bis 20%) der gesamten Körperoberfläche. Die Brandwunden wurden täglich klinisch und bakteriologisch untersucht. Mupirocin eliminierte MRSA in allen 59 behandelten Wunden, wobei das maximale therapeutische Ansprechen innerhalb von 4 Tagen beobachtet wurde. In drei Wunden blieben gramnegative Organismen nach 5 Tagen topischer Therapie bestehen. Die Behandlung wurde von allen Kindern gut vertragen. Wir empfehlen, Mupirocin in seiner derzeitigen Polyethylenglykolbasis nur selektiv anzuwenden, wenn die derzeitige prophylaktische topische Therapie die MRSA-Infektion bei Verbrennungen von weniger als 20% der gesamten Körperoberfläche nicht kontrollieren konnte, und dass es nur für einen begrenzten Zeitraum von 5 Tagen angewendet werden sollte. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Mupirocin bei Verbrennungen von mehr als 20% der gesamten Körperoberfläche muss nachgewiesen werden.

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